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Auf einem Seelenverkäufer unterwegs.

Nach 3 Tagen in der Werft war der elektrische Schaden behoben und Ersatzteile besorgt. Jetzt fragte mich A. ob ich mit nach Symi kommen könnte, denn er hatte die 5-Jahresfrist überschritten, so daß das er mit dem Schiff aus klarieren mußte um keine Steuer zu bezahlen. Da mir die zwei völlig überfordert vorkamen willigte ich ein. Dank Agent war am Morgen der Papierkram schnell erledigt und wir konnten uns auf den Weg nach Symi machen.

Nach kurzer Zeit merkte ich, daß ich auf einem Schiff war auf dem rein gar nichts funktionierte. Die Fender waren vor 15 Jahren das letzte mal aufgepumpt worden, Festmacher waren zu kurz und mehrfach zusammengeknotet, die zwei Toiletten hatten keinerlei Funktion und die Saildrives hatten 25000SM ohne Inspektion hinter sich, was zu hören war. Der Kartenplotter zeigte nur noch schwarz und richtige Seekarten waren nicht zu finden.

Wir nach 4Std. sind wir ohne Zwischenfälle in Symi angekommen. L. verschwand vor jedem Manöver in der Kajüte, denn Sie ist in den drei Wochen vorher schon genug angeschnauzt worden. In Hafen ließ ich den Anker fallen der aber nach 20m Kette nicht mehr weiter wollte. Nach öffnen der Ankerkiste schaute mich ein großer Knäuel von Kette an. A.s Antwort, ich habe noch nie mehr wie 20m Kette gebraucht, aber so sah es auch aus. Nun trieben wir zwischen den Ein-und Auslaufenden Fähren, Segel- und Fischebooten hin und her. Ich mußte nicht nur die Kette entknoten, auch gleichzeitig auf die Schiffe achten die in den sehr engen Hafen ein-und ausfuhren. Nach einer halben Stunde war die Kette frei und wir konnten rückwärts nach dem dritten Versuch anlegen.

Der Agent stand ungeduldig seit einer ¾ Stunde am Steg und konnte nun endlich unsere Papiere annehmen und bearbeiten. Wir gingen gemeinsam zum Zoll. Nach einer halben Stunde kam er frustriert zurück und meldete,daß der PC vom Zoll ausgefallen war. 4Stunden später konnten wir noch einmal unsere Pässe zeigen und waren dann schnell fertig.

Wir hatten einen netten Abend in Symi und konnten morgens früh ablegen. Abends hatte ein griechischer Segler neben uns festgemacht und nicht auf unsere Ankerleine geachtet. Als ich die Ankerkette hochziehen wollte merkte ich sehr schnell,daß der Grieche seine Kette über unsere Kette gelegt hatte. Mit zwei Zusatzleinen versuchte ich den Anker frei zu bekommen, ohne Erfolg. Der Griechische Eigner schaute sich mein treiben an, ohne einzugreifen.

Dann bin ich laut geworden, sehr schnell sprangen 3 Mann auf das Vordeck und zogen Ihren Anker hoch. Nach 5 Minuten waren wir frei und konnten den Hafen verlassen.

Mit ein paar kleinen Zwischenfällen sind wir wieder gesund in Bozburun angekommen. A. habe ich eine lange To-Do Liste hinterlassen, dann war ich froh, wieder auf mein Schiff umsteigen zu dürfen.

Der Katamaran steht jetzt in der Werft und wird überholt und A. kommt erst im September zurück in die Türkei.....

 

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